Nardò High Performance Event

Wenn Continental und Auto Bild Sports Cars zum Date ins italienische Nardo laden, sind schnelle Nummern garantiert. Die Herausforderung - das Erreichen einer möglichst hohen Endgeschwindigkeit. Ein Highspeed Stelldichtein mit 14 Tunern, 16 Fahrzeugen.

edo competition hatte seinen Rekord eigentlich schon mit der Anreise im neuen Porsche 911 Turbo S erzielt. Wer sonst könnte sich damit rühmen, ein Fahrzeug bereits getunt zu haben, während selbiges gerade seine ersten Kunden aufsucht? 30 Zusatz PS konnte der High-End-Tuner mit einer neu konstruierten Abgasanlage auf die Schnelle herauszaubern. Software und die restliche Hardware blieben aufgrund der extrem jungen Basis noch unverändert. Geschäftsführer Edo Karabegovic erhoffte sich dennoch eingige km/h mehr als die serienmäßig angegebenen 318. Und sattelte letztlich deren 8,7 km/h obendrauf. Wobei weniger die Leistung als vielmehr die Abstimmung des PDK-Getriebes die Topspeed einbremste. Denn der siebte Gang ist von Porsche als reiner Overdrive ausgelegt, die Topspeed erreichte der Elfer also im sechsten Gang am Drehzahlbegrenzer. Eine Anhebung der Höchstdrehzahl hätte einen Eingriff ins Steuergerät erfodert, der zum Zeitpunkt des Events schlicht nicht mehr möglich war. Edo fuhr seinen zweiten Lauf also schlicht zu Versuchs- und Demonstrationszwecken - denn für eine reizvolle Hörprobe war sein Elfer schon jetzt bestens gewappnet.

Wenn es an diesem Wochenende in Nardo einen Preis für den besten Sound gegeben hätte, dann wäre der edo 458 Spider einer der Topanwärter gewesen. Keines der 16 Autos hörte man so lange und inensiv um den Asphaltkreis bügeln. Kein Wunder, hatte doch Pilot und Geschäftsführer Edo Karabegovic dem Italiener eine spezielle Sportauspuffanlage unters Blech geschnallt. Dazu noch eine Prise Mehrleistung via Software-Eingriff, fertig sind das t600-PS-Rezept a la edo competition und das Ziel, das mit "schneller als Serie" allerdings bewusst klein gesteckt war.

Schon im ersten Umlauf gelang das Vorhaben mit 322 km/h. "Einfach herrlich, wenn der Motor bis 9.000 Touren dreht. Da hast du nur noch Dauergrinsen", schwärmte Edo. Und weil es so schön war, wurde am nächsten Morgen noch mal nachgelegt. Die Temperaturen waren etwas kühler und der Wind hielt sich in Grenzen. Und siehe da, noch mal drei Kilometer pro Stunde schneller. Am Ende spuckten die Messgeräte 325,5 km/h aus.

Quelle: Autobild Sportscars

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