Zum wiederholten Mal konnte der Fahrspaß mit Walter Röhrl durchgeführt werden. Organisator Paul Schlüter und Edo Karabegovic, Inhaber der Tuning Werkstatt edo competition Motorsport, nahmen zusammen mit über 20 anderen Motorsportbegeisterten an diesem Fahrtraining unter der Leitung des zweifachen Rallye-Weltmeisters Walter Röhrl teil.

Am Freitag startete dann die zweitägige Tour, auf die alle Teilnehmer schon lange hingefiebert hatten. Treffpunkt war wieder die ehemalige Zeche Westfalen in Ahlen, am Firmensitz von edo competition Motorsport. Die Passanten staunten nicht schlecht über das Aufgebot an „Träumen auf vier Rädern“ am ehemaligen Zechengelände

Von Ahlen aus führte der Weg der Motorsportbegeisterten zum Flughafen Münster-Osnabrück, um Walter Röhrl abzuholen und gebührend in Empfang zu nehmen. „Die Hauptzufahrt zum Flughafen wurde extra für uns gesperrt“, bemerkte Schlüter, der die Veranstaltung in einer halbjährigen Organisationsphase akribisch durchgeplant hatte.

Die nächste Station des ungewöhnlichen „Autokorsos“, der unterwegs viel Aufmerksamkeit erregte, war die „Meyer Werft“ in Papenburg. Nach der Besichtigung der Werft wurde gemeinsam im Hotel gegessen. Ebenso stand „Fachsimpeln“ mit Walter Röhrl auf dem Programm.

Am nächsten Tag ging es für die Teilnehmer des besonderen Fahrspaßes – aufgeteilt in drei Gruppen á acht Fahrzeuge – dann endlich auf die Papenburger Testrecke. Auf dem „Schnellkurs“ wurden Pylonen aufgestellt, und unter Anleitung von Walter Röhrl mussten die Motorsportbegeisterten möglichst mit hoher Geschwindigkeit den Parcours absolvieren. Instruktor Stefan Windgätter zeigte mit seinem Porsche „GT3“ den Teilnehmern auf dem „Nasshandling-Kurs“, wie sie sich auf nasser Fahrbahn mit ihrem Auto am besten zu verhalten haben. Edo Karabegovic war mit seinem Porsche „GT4“ der Leiter der Gruppe mit dem Schwerpunkt „Beschleunigen und Bremsen“. „Das ist wichtig, weil man so sein Auto besser kennenlernt und weiß, wie man mit Extremsituationen umzugehen hat“, erläuterte Schlüter.

Nachmittags stand noch „freies Fahren“ auf dem Programm. Dabei durfte jeder der Motorsportbegeisterten ein paar Runden mit Walter Röhrl drehen. Anschließend setzte sich dann der ehemalige Weltmeister persönlich ans Steuer und gab den Teilnehmern verschiedene Tipps zu den richtigen Brems- und Beschleunigungspunkten oder zur optimalen Geschwindigkeit in den Kurven. „Ich hab immer Angst, wenn ich so extrem in die Kurven fahre, dass die Reifen von den Felgen fliegen“, gestand Schlüter dabei. Der Rennprofi antwortete trocken: „Paul, das passiert nicht, wenn wir hier nur spazieren fahren.“ Bevor der Fahrspaß endete, signierte Röhrl noch die einzelnen Fahrzeuge, verteilte Autogrammkarten und posierte mit den Teilnehmern für Fotos.

Zu den Teilnehmern zählten in diesem Jahr auch Dietmar Gornig aus Brandenburg, der die diesjährige „AvD-Histo-Monte“ – eine Rallye von Mainz nach Monte Carlo mit historischen Fahrzeugen – gewonnen hatte sowie Christoph und Theo Wellmann aus Herbern, die bei der „Histo-Monte“ auf dem dritten Platz landeten.

„Das war ein wunderbares Wochenende. Alles hat funktioniert, und alle waren mit der puren Begeisterung bei der Sache“, freute sich Paul Schlüter, der sich schon Gedanken über das nächste Highspeed-Fahrtraining macht.

Text: Simon Beckmann
Fotos: Tim Rost

 

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